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BFD Ü27: Freiwillig engagiert - in jedem Alter!

25.04.2012

Sie suchen nach einer sinnvollen Beschäftigung und neuen persönlichen/beruflichen Wegen? Sie  möchten sich  für das Gemeinwohl engagieren? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Ein Freiwilligendienst bietet Ihnen die Möglichkeit,  Ihr soziales Engagement  in einer unserer Einrichtungen mit  persönlichem Kompetenzgewinn und persönliche/beruflicher (Neu-)Orientierung  zu verbinden.

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist seit 2011 ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst, der sich an Menschen aller Generationen wendet. Eine Altersbegrenzung gibt es also nicht. Ob Sie mit 27 Jahren oder mit  77 Jahren motiviert sind, sich aktiv einzubringen… Alles ist möglich!  

Der Freiwilligendienst steht  bei der Diakonie grundsätzlich allen Interessierten, unabhängig ihrer Herkunft, Schulbildung und Religion offen.

Das Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen  ist ein anerkannter Träger der Freiwilligendienste in Niedersachsen und bietet neben den Jugendfreiwilligendiensten -wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst für unter 27-Jährige (BFDu27)  den Bundesfreiwilligendienst auch für Menschen über  27 Jahren (BFDü27)  an.

Warum ein Freiwilligendienst für Menschen über 27 Jahre?

Die Motive für einen Bundesfreiwilligendienst für Menschen über 27 Jahre (BFD Ü27) sind sehr vielfältig.  Der BFD ü27 kann als Wiedereinstieg nach einer familiären Pause,  nach Krankheit oder Zeiten ohne Beschäftigungsverhältnis genutzt werden. Auch  bietet er die Möglichkeit der beruflichen (Neu-) Orientierung in sozialen Arbeitsfeldern oder aber als Engagement nach dem Berufsleben.

Sie wollen sich beruflich neu orientieren oder wieder in der Arbeitswelt  Fuß fassen?

Der Freiwilligendienst ist  auch für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen und  Menschen aus dem Ausland offen.

 

Während Ihres Freiwilligendienstes erhalten Sie Einblicke in die Praxis sozialer Arbeitsfelder (z.B. Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Altenhilfe, soziale Dienste etc.), bringen sich dort mit  Ihrer Berufs-/Lebenserfahrung ein, knüpfen neue soziale Kontakte, vertiefen Ihre soziale Kompetenzen, lernen neue Lebenswelten kennen, entwickeln für sich persönliche Perspektiven .

In der Einsatzstelle steht Ihnen eine Anleitung zur Seite. Sie übernehmen in den Einrichtungen  überwiegend praktisch orientierte Hilfstätigkeiten unter Anleitung.

 

Wie lange dauert ein Freiwilligendienst?

Der Freiwilligendienst dauert i.d.Regel  12 Monate, mindestens jedoch 6 und höchstens 18 Monate. Der Einsatz in den sozialen Einrichtungen kann in Voll- oder Teilzeit (mindestens 20,1 Wochenstunden) erfolgen.

Nach 5 Jahren Wartezeit haben Sie die Möglichkeit, erneut  einen Bundesfreiwilligendienst zu leisten.

Wie komme ich an eine Einrichtung, in der ich (m)einen Freiwilligendienst absolvieren kann?

1. Weg: Nach Eingang Ihrer Bewerbung erhalten Sie von der Diakonie allgemeine Informationen rund um den Bundesfreiwilligendienst.

In einem persönlichen Gespräch werden wir  Ihnen anschließend  mögliche Einsatzstellen vorgeschlagen. Sie nehmen Kontakt zu der Ihnen vorgeschlagenen Einsatzstelle auf und vereinbaren einen Vorstellungs-/Hospitationstermin. Nach diesem Termin entscheiden Sie und die Einrichtung, ob Sie Ihren Bundesfreiwilligendienst  dort leisten können. Wenn Sie und die Einrichtung positiv entschieden haben, wird die Vereinbarung zur Absolvierung Ihres Bundesfreiwilligendienstes von der Diakonie vorbereitet und nach Unterzeichnung der Beteiligten an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben weitergeleitet.

2. Weg: Sie hatten bereits Kontakt zu einer diakonischen Einrichtung, in der Sie gern Ihren Freiwilligendienst absolvieren möchten? In diesem Fall benötigen wir auch Ihre Bewerbung und von der Einsatzstelle eine Bestätigung, dass ein Interesse an Ihnen als Bundesfreieilligen hat. Auch in diesem Fall sollten Sie ein Vorstellungsgespräch und eine Hospitation wahrnehmen, um die die konkreten Rahmenbedingungen vor Ort zu besprechen.

Was haben Seminare mit (m)einem Freiwilligendienst zu tun?

Die Bildungsseminare sind  Bestandteil des Freiwilligendienstes und gesetzlich vorgeschrieben. Das unterscheidet den Bundesfreiwilligendienst von einem Praktikum bzw. ehrenamtlicher Tätigkeit.

Während der Seminare  tauschen Sie sich mit den anderen Teilnehmenden und den Mitarbeitenden der Diakonie über Ihre praktischen Erfahrungen aus, setzen sich mit selbst gewählten Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Kirche auseinander und erleben besondere Gruppenaktivitäten in der Gemeinschaft.

Nach Aufnahme Ihres Freiwilligendienstes erhalten Sie  und Ihre Einsatzstelle von der Diakonie Ihre Seminartermine.

Bei einer 12-monatiger Dienstdauer  werden Sie an insgesamt 12 Seminartagen teilnehmen. Die Seminare finden i.d.R.  jeweils dreitägig in Tagungs- und Seminarhäusern (mit Übernachtung und Verpflegung  -für Sie kostenlos) in Niedersachsen statt. Die Fahrtkosten für die An- und Abreise werden Ihnen erstattet. Für die Seminare werden Sie von Ihrer Einsatzstelle freigestellt.

An wen kann ich mich wenden, wenn es nicht „rund“ läuft?

Ein pädagogischer  MitarbeiterIn  der Diakonie, der die Seminarleitung bei Ihren Seminaren  wahrnimmt, ist während  Ihres Freiwilligendienstes Ihr konkreter Ansprechpartner bei all Ihren Fragen rund um Ihren Freiwilligendienst. Er wird Sie auch in Ihrer Einrichtung besuchen.

Was bekomme ich für mein Engagement im Freiwilligendienst?

Der Bundesfreiwilligendienst ist als freiwilliges Engagement ein unentgeltlicher Dienst. Sie erhalten ein Taschengeld, das z.Zt. 390 € bei einer Vollzeitstelle beträgt.

Hinweis: Bei Bezug von Arbeitslosengeld II werden grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert angerechnet.

Die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlt die Einsatzstelle. Bei den Sozialversicherungen ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt.

Nach Beendigung des Freiwilligendienstes erhalten Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis und eine Bescheinigung über die Ableistung des Dienstes in Verbindung mit der Aufstellung der Seminare, an denen Sie teilgenommen haben.

Kann  ich während des Freiwilligendienstes Urlaub nehmen?

Als Freiwillige haben Sie bei einem zwölfmonatigen Freiwilligendienst einen Anspruch auf  insgesamt 26 Urlaubstage. Bei kürzerer Dienstzeit reduziert sich der Anspruch.

Bitte beachten Sie: In Einsatzstellen mit Schließzeiten (z.B. Kindergärten, Schulen) ist ein nicht unerheblicher Teil des Urlaubsanspruchs in der Schließzeit zu nehmen. Urlaub kann während der Bildungsseminare ist nicht gewährt werden.

Wie ist das mit meiner Krankenversicherung während des Freiwilligendienstes?

Als Freiwillige werden Sie für die Dauer des Freiwilligendienstes grundsätzlich als Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfasst grundsätzlich auch Personen, die vor Antritt des Bundesfreiwilligendienstes privat versichert waren.

Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung tritt allerdings nicht für Personen ein, die versicherungsfrei sind. Versicherungsfrei sind zum Beispiel Beamte, Richter, Soldaten auf Zeit und Pensionäre, die Anspruch auf Beihilfe im Krankheitsfall nach beamtenrechtlichen Vorschriften und Grundsätzen haben (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 und 6 SGB V).

Ebenfalls versicherungsfrei sind Personen nach Vollendung des 55. Lebensjahres, wenn sie innerhalb der letzten fünf Jahre nicht gesetzlich versichert waren und mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder hauptberuflich selbstständig erwerbstätig waren (§ 6 Abs. 3a SGB V).

Der Bezug einer Altersrente bewirkt keine Krankenversicherungsfreiheit. Ein gesetzlich versicherter Altersrentner, der einen BFD leistet, unterliegt daher der Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V.

Weitere Informationen zur Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit unter http://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.php?id=3319  abrufen.

Wie wirkt sich ein Freiwilligendienst auf meine Rente aus?

Freiwilligendienstleistende  unterliegen grundsätzlich der Versicherungs- sowie Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung und erwerben dadurch Rentenanwartschaften. Dies gilt gleichermaßen für „junge“ Freiwillige, für Seniorinnen und Senioren, die noch keine Altersrente bzw. eine Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze beziehen, ebenso wie für Altersteilrenten-bezieherinnen und -bezieher und Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentner. Nach Ablauf des Monats, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wurde, besteht für Freiwillige, die eine Altersvollrente beziehen, hinsichtlich des „Arbeitnehmeranteiles“ keine Beitragspflicht. Die Einsatzstelle muss jedoch den „Arbeitgeberanteil“ abführen.

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